04 - EoE therapieren mittels Diät

Shownotes

Die EoE kann in den meisten Fällen gut mittels Medikamente behandelt werden. Haben Sie sich schon mal gefragt, ob es alternative Behandlungsmöglichkeiten gibt? Könnte die EoE, die auch als Lebensmittel Allergie bekannt ist, beispielsweise durch eine Diät behandelt werden. Unsere Expertin, Frau Michèle Anklin, Ernährungsberaterin und -therapeutin, erklärt, wie eine individuelle Diät aussehen kann und welche Chancen sie bietet

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00:00:11: Willkommen zum EOE-Podcast der Patientenvereinigung Schweizerische Vereinigung Eosinophilie Ösofagitis.

00:00:19: Mein Name ist Patrick Molnar.

00:00:21: Unser Podcast bietet einen Einblick in alltägliche Fragestellungen von Betroffenen rund um die EOE.

00:00:27: Die EOE kann altersunabhängig auftreten, sind sowohl Kinder, Erwachsene wie auch Senioren von der EOE betroffen.

00:00:35: In den letzten Episoden haben wir schon über Diagnose und über Behandlungsmöglichkeiten erfahren.

00:00:40: Haben Sie sich schon mal gefragt, ob es Alternative zur Behandlung mittels Medikaments gibt und wie das aussieht?

00:00:47: Könnten die EOE, die auch als Lebensmittelallergie bekannt ist, bspw.

00:00:51: durch die EOE behandelt werden?

00:00:53: Der heutige Podcast wird mit sich genau dieser Frage, ob die EOE eine alternative Behandlungsmöglichkeit von der EOE ist.

00:01:00: Zum heutigen Podcast begrüße ich Frau Michelle Anklin.

00:01:03: Michelle ist Ernährungsberaterin und Ernährungstherapeutin.

00:01:07: Sie arbeitet selbstständig in einer Praxis im Baden, und am Universitätsspital in Zürich.

00:01:13: Hallo Michelle.

00:01:14: Hallo Patrick.

00:01:16: Michelle, wie erfahren die von der EOE betroffenen Personen von der Möglichkeit, die EOE mittels der Diätsbehandlung?

00:01:25: Idealerweise sprechen Ärzte die Betroffenen gerade schon bei den Diagnosen auf beide Therapieoptionen an.

00:01:33: Einerseits einen medikamentösen Weg oder auch den Diätweg und können auch ein bisschen Vor- und Nachteil von beiden Optionen auch aufzeigen.

00:01:45: Wenn das nicht passiert, informieren Sie sich die Betroffenen über das Internet.

00:01:52: Wir kommen auch an Fragen über die Homepage-Seite, die wir Ernährungsberaterinnen und Berater darauf haben, die Erfahrung haben in diesem Thema, die wir so direkt kontaktiert werden.

00:02:08: Michelle, wenn ich jetzt an meine Diagnose zurückdenke, ich bin gar nicht sicher, ob es dort eine Diät schon empfohlen wurde, aber ich stelle mir das als extrem schwierig vor.

00:02:17: Ich habe mich dann direkt für das Medikament entschieden.

00:02:20: Wieso entscheidet sich dann betroffen?

00:02:22: Ich führe die Jäte.

00:02:23: Verstellt man von den Einnahmen von Medikamenten?

00:02:25: Was erzählen sie dir, wenn sie zuerst mit ihr Kontakt haben?

00:02:29: Meistens ist eigentlich der Hintergrund, dass die Leute sich einfach nicht mehr vorstellen können, langfristig die Entzündung mit einem Medikament zu unterdrücken.

00:02:42: gibt es auch, dass man vielleicht mal eine Pilzinfektion hat oder auch das Gefühl hat, dass die Medi verträgt man doch nicht so gut, sich nicht motivieren kann, dass sie jeden Tag auch einzunähen.

00:02:53: Und ja, viele Leute googlen auch und stossen dann selber wirklich auf diese Optionen des dietetischen Ansatzes, die es gibt.

00:03:04: Was halt etwas schwierig ist, ist, dass die Umsetzung dieser ganzen Sachen nicht so einfach ist.

00:03:11: Und ja, da sind wir froh, wenn Sie uns dann kontaktieren können, um zu schauen, welchen Weg das dann passt.

00:03:19: Also, hast du auch Patienten, die zu dir kommen, die schon selber mit einer Diät angefangen haben, ohne ihre professionellen Begleitung?

00:03:28: Das gibt es auch.

00:03:29: Das ist natürlich etwas nachherlegend, dass sich die Leute selbst die Studien, gerade wenn sie auch etwas interessiert sind an den Wissenschaften, das sie selbst schon sehr viel machen.

00:03:42: Ich sehe eher, dass sich die Leute zum Teil sehr stark einschränken.

00:03:47: Wir haben wirklich so Leute, die befolgen, die sechs Eliminationsdieter, die sie wirklich ganz viele Gruppen weglöhnt.

00:03:56: Und merkt denn trotzdem so etwas langfristig, dass es auch nicht sein kann, so eingeschränkt weiter zu essen für immer?

00:04:05: Ja, es könnte ich mir jetzt auch nicht vorstellen, wenn ich Sexfood Elimination machen müsste.

00:04:10: Ich glaube, das wäre schon eine massive Einschränkung in meinem Leben, oder zumindest in einer Umstellung.

00:04:14: Wie siehst du, wann macht es eigentlich Sinn, so einen Diät zu machen für die Behandlung?

00:04:20: Ich glaube, wichtig ist, dass die Eigenmotivation ... Muss da sein, die Bereitschaft, dass man wirklich auf Essen verzichten kann.

00:04:32: Dass auch das ganze Umfeld mitmachen muss.

00:04:36: Ich glaube, das ist nicht etwas, das man für sich selbst entscheiden kann, wenn man eine Familie hat, eine Frau, ein Kind.

00:04:43: sondern das ganze Umfeld muss involviert werden.

00:04:48: Idealerweise ist es, wenn die Person auch gerne kocht oder eher öfters zu Hause ist.

00:04:55: Es wird extrem schwierig, wenn wirklich aus Werbzässen, Geschäftsessen, durchendes Thema ist.

00:05:03: Dann ist es fast nicht möglich, das überhaupt praktisch umzusetzen.

00:05:08: Hast du auch Leute mit hohen Reisen Tätigkeiten, Reisenleiter oder einen Sportler, der immer wieder an einen anderen Event gehen muss oder beratet.

00:05:19: Ich merke schon, es sind meistens eher tendenzielle Männer plus, minus und hidriske.

00:05:27: Und ja, wir fangen sehr auf.

00:05:30: Bildet und zum Teil auch die Shops, wo sie oft unterwegs sind, zum Teil auch im Ausland sind.

00:05:38: Und sie kommen dann.

00:05:39: und teilweise ist es wirklich auch so, dass ich ihnen einfach mal aufzeigen, was das überhaupt würde bedeuten.

00:05:46: Und ihnen die Option dann auch lassen, überlegen sie sich es gut, besprechen sie es mit dem Umfeld und nicht einfach gerade jetzt starten sie.

00:05:55: Ich finde es auch legitim, wenn die Leute sich das nochmal gut überlegen, den Nacht drüberschlafen.

00:06:02: Und ja, trotzdem finde ich, ich habe es einfach hervorgestellt.

00:06:07: Ich warte doch jetzt vielleicht noch etwas ab damit.

00:06:12: Die Patienten von dir, also nachdem du nochmal so das klare Bild aufzeigert hast und die kommen mit sich, um jetzt sie jetzt machen.

00:06:22: Ziehen die das dann auch durch oder hören dann viele nach einem Monat auf und sagen, das ist mir doch zu anstrengend?

00:06:29: Also ich glaube, wenn sich die Leute einmal für den Weg entschieden haben, wenn auch die Motivation von sich selber rauskommt, dann sehe ich wirklich eine sehr höhe Compliance.

00:06:39: Und da bin ich also selber mich auch überrascht, wie gut diese Leute das auch durchziehen können.

00:06:46: Es wird schwieriger, wenn ... Die Leute wirklich einfach zum Arzt kommen.

00:06:50: Er verordnet ihnen, zum Beispiel die Sigsfutter, die er hat.

00:06:55: Dann ist man total überfordert.

00:06:57: Die Leute wissen gar nicht, wo anfangen.

00:07:00: Und ganz klar, das ist auch ein Ansatz.

00:07:03: die wir probieren, zu vermeiden.

00:07:06: Wir gehen eher individuell auf die Bedürfnisse ein von den Leuten.

00:07:12: Wir schauen auch, welche Nahrungsmittelgruppe im jetzigen Leben einen wichtigen Stellenwert hat, um anhand von dem auch schauen zu können, was vielleicht Sinn macht, was der erste Schritt ist.

00:07:24: Und wir gehen jetzt eigentlich von der Prinzip aus, dass man meistens eine, höchstens zwei Gruppen aufs Mal weglat.

00:07:33: Meistens ist das Milch oder Weizengluten, das sind einfach die häufigsten Trigger.

00:07:39: Und nicht die anderen Methoden, die wir zuerst alles weglassen und dann jedes Einzelne wieder ausprobieren muss.

00:07:46: Das ist eine sehr aufwendige Geschichte und da kann ich praktisch niemanden, der diesen Weg durchfertigt macht.

00:07:53: Aber ich glaube, auch die Offenheit einfach mal zu ausprobieren, ist bei mir vielleicht wirklich einfach die Milch.

00:08:00: Also der erste Schritt, sich einmal für etwas entscheiden, da sehe ich doch gerade jetzt die letzten Monate eine grosse Bedeutung.

00:08:08: der Reitschaft, dass immer mehr Anmeldungen kommen und die Leute hier offen werden.

00:08:13: Da

00:08:14: hast du vorhin die Six Food Elimination angesprochen oder generell über die Eliminationsdiät.

00:08:19: Wie kann man sich das jetzt vorstellen?

00:08:21: Also ich komme als Patient zu dir, wir reden darüber und dann sagst du einfach, ja jetzt verzichtet ist halb mal auf Kuhmilch und wir sehen uns im Jahr wieder und du erzählst mir, ob es irgendwie besser geht oder ob es auch nicht funktioniert hat.

00:08:32: Wie kann man sich jetzt das genauer vorstellen?

00:08:36: Wir haben gerade in der EU-Esprachstunde, die wir am Unispital haben, schon über die Jahre ein Konzept entwickelt.

00:08:46: Meistens besprechen Ärzte schon mit den Betroffenen, ob sie motiviert sind und melden uns wirklich nur die Motivierten an.

00:08:54: Das erste Gespräch ist so auch ein bisschen unverbindlich.

00:08:58: Ich zeige einfach mal überhaupt auf, was es gibt für Varianten, was beinhaltet, wie lange man es machen muss.

00:09:07: Und es ist so, oft haben die Leute schon Medikamente, also nicht als ersten Weg, der diese gewählt wird, sondern als weitere Option.

00:09:18: Und dann müssen sie das Medikament stoppen.

00:09:21: und abwarten, bis solche leichte Beschwerden wieder zurückkommen.

00:09:26: Das kann zum Teil sehr unterschiedlich lang gehen.

00:09:29: Gewisse Leute können absetzen und erst nach drei, vier Monaten überhaupt Beschwerden wieder haben.

00:09:35: Es ist natürlich unglücklich, wenn wir nach zwei, drei Monaten schon überprüfen, wie sich diese Entzündungszeichen auch verändern.

00:09:44: Von diesem her gesehen ... Ja, besprechen wir dann, welchen Weg die Leute einschlagen wollen.

00:09:51: Wenn sie das Mediab gesetzt haben, die ersten Beschwerbe haben, dann schicken sie ein Mail an den Arzt und auch an mich als Info.

00:10:02: Und ab dann machen sie das zwei bis drei Monate und wird nachher mit einer Gastroskopie dann wieder überprüft, ob das auch angeschlagen

00:10:11: hat.

00:10:12: Also bis jetzt ist das eigentlich alles sehr einfach.

00:10:15: Wie hoch ist eine Wahrscheinlichkeit, dass es beim ersten Trigger doch nicht richtig war und dass man als normal etwas Zweites ausprobieren muss?

00:10:25: Ja, ich würde schon sagen, wenn man es gerade beim ersten schon trifft.

00:10:29: ist eher ein Glücksfall.

00:10:31: Es ist schwierig, da prozentual etwas zu sagen können, weil die Studie zum Teil auch mit Kindern und so gemacht sind.

00:10:38: Aber weil ich so zwischen zwanzig bis vierzehn Prozent mit der Kuhmilch selber, könnte ich in den Griff überkommen.

00:10:47: Es wird nachher schwierig zu schauen, wenn es nicht angeschlagen hat oder nicht genug angeschlagen hat.

00:10:56: um dann entscheiden zu können, nehme ich noch mal etwas anderes dazu.

00:11:00: Also laufe ich jetzt die Milchbluss der Weizen weg oder nehme wieder Milch und nehme irgendwie den Weizen.

00:11:08: Und das ist wirklich eben ein Problem, dass wir keinen Test haben und so aufs Grat wohl aussen müssen ausprobieren.

00:11:15: Und da merke ich dann schon, vielleicht so einen zweiten Schritt sind die Leute noch bereit zu machen, aber sehr oft, wenn dann das auch nicht angeschlagen hat, gehen die meisten einfach schon wieder auf die Medikamente zurück.

00:11:29: Michelle, danke vielmals für die Ausführung.

00:11:32: Du hast einen recht guten Einblick uns geben können, wie es vorgehen wäre.

00:11:36: Wenn man sich für die Erde entscheidet, gibt es noch etwas, was du betroffenen Ärzte oder Interessierten Zuhörer noch mit auf den Weg geben möchtest.

00:11:44: Also mein wichtigsten Anliegen ist, dass die Ärzte nicht ein Medikament und ein Diät gleichzeitig verordnen.

00:11:53: Das sehen wir immer wieder.

00:11:55: Das macht eigentlich nur ganz in seltenen Fällen Sinn und das überfordert wirklich die Leute, um zu sagen, dass ein oder das andere.

00:12:07: Und wenn natürlich auch der Weg der Diät gewählt wird, ist das sicher.

00:12:12: Gut, wenn wir hier auch von der Ernährungsberatung unterstützt werden und das nicht selber zusammenzusuchen

00:12:19: müssen.

00:12:20: Michel Ankelin hat uns im heutigen Podcast-Eindrücklich aufgezeigt, wie wir durch Diät EOE behandeln und Betroffene ein weitgehendes, beschwererfreies Leben führen können.

00:12:32: Sie hat aber auch klar aufgezeigt, dass es kein einfacher Weg ist, es kann seine Herausforderungen haben, aber dass doch sehr viele Leute bereit sind, den Weg einzuschlagen.

00:12:41: Weiterhin ist es auch wichtig, dass die Erde medizinisch begleitet ist, also man sollte es nicht in die eigene Hände und einfach selber herum experimentieren, sondern man braucht fachliche Unterstützung und ein systematisches Vorgang, damit man auch den richtigen Effekt hat.

00:12:55: Ich möchte mich an dieser Stelle noch auf die Möglichkeit hinzuweisen, die Schweizer Vereinigung Eosinophilie Ösofagitis als Mitglied, Gönner oder Sponsor zu unterstützen.

00:13:03: Mit der Mitgliedschaft erhalten sie mehrmals jährlich unseren Newsletter, haben die Möglichkeit Fragen anliegen, in unserem Netzwerk zu platzieren.

00:13:11: Ausserdem ermöglicht Ihre Unterstützung, unsere Informationskanäle weiterhin zu betreiben, auf welche Informationen rund um DOE erhalten, beispielsweise auch unsere Liste der aktuellen Ernährungsberater, die Sie fachkundig für Ihren Weg unterstützen können.

00:13:25: Besuchen Sie doch unsere Webseite www.e-oe.ch oder uns auf Facebook oder Instagram.

00:13:33: Der heutige Podcast wurde mit Unterstützung von der Sonofi erstellt.

00:13:36: Wir möchten uns ganz herzlich bei der Sanofi dafür bedanken.

00:13:41: Die Möglichkeit der Behandlung von der EOE mit dem Diät hat uns Michel Ankelin eindrücklich beschrieben.

00:13:46: Sie haben sich schon mal gefragt, was für Herausforderungen das im Alltag mit sich bringt und wie das aus der Sicht eines Betroffenen selber ist.

00:13:56: Losen Sie doch unseren nächsten Podcast an, um mehr darüber zu erfahren und auch über weitere spannende Themen

00:14:01: rund um die EOE.

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